Das Valnerina Tal ist für viele noch eine Gegend der Entdeckungen und für die, die sie bereits kennen ist sie zu einer Leidenschaft geworden.
Das Valnerina Tal in Umbrien ist von einer außergewöhnlichen Landschaft charakterisiert, wie auch von der Liebe zur Schönheit und antiker Kultur, das Wissen um handwerkliche Künste und Landwirtschaft, Orte tiefer Religion und von noch eher unbekannten, aber mitreißenden kunstvollen Veranstaltungen.
Im Valnerina Tal, von den Wasserfällen von Marmore bis zum Nationalpark der Sibilliner Berge, finden Sie Kunststädte, Bergdörfer, Burgdörfer, romanische Kirchen, antike Klöster, Mühlen, Steinbrücken und mittelalterliche Stadttürme. Zudem gewinnen Sie an unvergesslichen Erlebnissen und es ist eine Möglichkeit für alle, jeden Alters und für Liebhaber jeglicher Sportarten, diese abenteuerliche Gegend zu erkunden.
Man kann nicht nur unentdeckte Orte, Traditionen und verschiedene Lebensarten entdecken, sondern auch die Vergangenheit, das Unbekannte und das Ungewöhnliche finden. Natürlich sind dies Abenteuer, die einem nur die Natur bieten kann.
Das Valnerina Tal ist zudem auch ein Synonym für geistige Tiefe und ist daher ein geeignetes Ziel für all diejenigen, die Platz für Meditation suchen. Es bietet eine ideale Rückzugsmöglichkeit mit seinen langen Pilgerpfaden der Benediktiner, Franziskaner und Ritaner.
Das Valnerina Tal zu leben, bedeutet auch die großen kulturellen Ereignisse und historischen Feste, die während des gesamten Jahres stattfinden, kennenzulernen. Diese Veranstaltungen zeigen die Klänge und Farben der Kunst, Geschichte und der Kultur.
Das Valnerina Tal zu leben bedeutet auch die typischen Produkte zu kosten. Die Produkte der "Norcineria" und die Produkte, die aus der Erde gewonnen werden, sind auf Qualität ausgerichtet und haben Ihren antiken Charakter nicht verloren, wie kräftige Akzente, einfallsreiche Arbeitsweisen und traditionelle Wurzeln der Gastronomie, die von Einfachheit gekrönt ist.
Ein integres Ambiente in perfekter Syntonie mit den Menschen: das ist das Valnerina Tal. Eine antike, unbekannte Gegend, die es noch für viele zu entdecken gilt.
Ein Teil des Gebietes wird vom Nationalpark des Sibilliner Berge eingenommen, der den Namen der "Sibilla" bekommen hat. Eine sagenumwobene Magierin und Priesterin, die in einer Grotte in der Nähe des Vettore Berges lebte. Dort befand sich auch der See, in den, laut einer Sage, zwei wütende Stiere Pontius Pilatus getrieben haben.
Auch wenn die Grotte der Sibilla und der See des Pontius Pilatus an ihrer dämonischen Bedeutung verloren haben, ist doch eine magische Atmosphäre zu fühlen. Die durchschnittliche Höhe des Parks beläuft sich auf 1000 m, während der höchste Berg, der "Monte Vettore", stolze 2476 m aufweist. Laubbaumwälder, wie Buchenwälder bedecken die umliegenden Berge. Dort kann man, auf einer höheren Meterlage, auch vereinzelte rare Blumensorten, wie der Gebirgsstern des Appennin sehen.
In diesem Gebiet ist auch die Fauna sehr interessant, besonders für die Touristen, die gerne Tiere beobachten, wie Wölfe, Stachelschweine oder Rehe. Zudem leben dort auch Vögel, wie Königsadler, Habicht oder auch Sperber. Es gibt auch zahlreiche ENDEMISCHE Arten,unter ihnen eine bestimmte Meeräschenart, die man nur im Pilatiussee finden kann.
Diese einmalige Natur lädt nicht nur zu Spaziergängen ein, sondern auch zu Montainbiketouren oder auch Ausflügen zu Pferd oder Esel. Man hat ebenso die Möglichkeit einen Freiflug von der Hochebene Castelluccio zu unternehmen.
Steile Höhlen, enge Flusstäler, weite Ebenen charakterisieren das gesamte Valnerina Tal, das gleichzeitig auch ein Schauplatz der Traditionen, Riten und Formen ist, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden und die Lebensweise dieser Gegend widerspiegeln.
Auf dem gesamten Gebiet, längs der zahlreichen Pfade und antiken Strassen, bieten sich viele Möglichkeiten für Orienteering, Pioneering und Überlebensschulen, wie auch für Fotosafaris, Erforschungen von Höhlen, Bogenschießen, Rafting oder auch Kanufahrten. Auch das Freeclimbing ist in gewissen Teilen des Valnerina Tals möglich und, zu bestimmten Anlässen, auch die Suche nach Gold in den Flüssen Corno und Nera.
Schließlich erlauben die zahlreichen Sportanlagen, die im Valnerina Tal vorhanden sind, die Ausübung von Alpin- und Langlaufski, wie auch Abfahrtsski in Forca Canapine. Zudem ist auch Eislaufen, Schwimmen, Tennis, Fußball, Aerobic, Reiten, Kampfsportarten, Sportfischen, wie auch weitere Sportarten möglich.
Das Valnerina Tal ist wie ein Schrein mit einem immensen Reichtum, den man in seinen kleinen Details bewundern kann, die in der Geschichte und Kunst dieser Berge und Täler überall zu finden sind.
Schriftsteller und Poeten, wie Dante Alighieri, Piccolpasso, Alberti, Giacomo Leopardi und Antoine del La Sale haben dieses Tal und seine Umgebung bereits gepriesen.
Maler, Bildhauer, Architekten und Künstler wurden von diesen Orten inspiriert oder haben diese mit ihren Werken bereichert. Diese Gegend übermittelt in jeder Jahreszeit bestimmte Gefühle und unvergessliche Eindrücke.
Es gibt keine Jahreszeit, die nicht für einen Besuch in den zehn Landkreisen des Valnerina Tals geeignet wäre, z.B. für einen Besuch in den Museen, in den Theatern, in den Kulturzentren und den kulturellen und religiösen Gebäuden, die dieses Gebiet bereichert haben. Das Valnerina Tal ist zudem noch einfach zu erreichen, dank der modernen Infrastruktur.
Wenige Kilometer von Campi entfernt liegt die Stadt Norcia, die für ihre gastronomischen Produkte wie auch als Geburtsstätte des Heiligen Benedikt, Schutzpatron Europas, weltweit bekannt ist. Etwas weiter entfernt befindet sich die Stadt Cascia, Stadt der Heiligen Rita, eine kleine Hauptstadt von Kunst und Kultur. Dort kann man noch mittelalterliche Überreste, wie die Kirche des Heiligen Antonio, bewundern, die Ende des 13 Jh, erbaut wurde und in der zwei Zyklen außerordentlicher Fresken noch sehr gut erhalten geblieben sind. Kleine, aber wertvolle Schätze verbergen sich nicht nur im Bürger- und Archäologiemuseum des „Palazzo Santi“, sondern sind auch in der Bibliothek und im geschichtlichen Archiv des „Palazzo Carli“ zu finden, in dem Dokumente aus dem 13 Jh. aufbewahrt werden.
In der weiteren Umgebung liegt die Stadt Monteleone di Spoleto, die für ihren römischen Streitwagen bekannt ist, welcher mit Bronzeblättchen und mit Szenen aus dem Leben des Achilles verziert ist. Diesen Schatz kann man zur Zeit im Metropolitan Museum of New York sehen. Ein weiterer Ort ist Poggiodomo, der eines der kleinsten italienischen Dörfer ist und ein wahres architektonisches Juwel darstellt: Usigni, die Gebäudestadt, Heimat des Kardinals Fausto Poli (1581-1652) und des Papstes Urbano VIII.
Von Interesse ist auch das Castoriana Tal mit der Stadt Preci, eine antike Burgstadt, in dessen Strassen man noch die Adelsgebäude der Scacchi und anderer Familien bestaunen kann, die zu den Precianer gehörten, die zu den Pionieren der modernen Chirurgie zählten. Die Schule für Chirurgie war mit dem Kloster des Heiligen Eutizio verbunden, das noch heute eine unsagbare Faszination ausübt..
Die Stadt Cerreto di Spoleto steht für ihre Einwohner, die „Cerretani“, früher auch die „Ciarlatani“, die Scharlatane genannt. Diese machten ihre natürliche Medizinkunst bekannt, um aus ihren kümmerlichen Verhältnissen zu fliehen: wenn sie mit ihren Kräutern nicht heilen konnten, glichen sie das mit ihrem Gerede wieder aus. In dieser Stadt hat auch das Zentrum für antropologische Dokumentation der Valnerina und des rückwertigen Appenin ihren Sitz, die vielfältige Unterlagen über die lokalen kulturellen Traditionen aufbewahrt; Das Dorf Sellano hingegen ist für die handwerkliche Bearbeitung von Feilen und Raspeln angesehen.; Im Dorf Vallo di Nera , ein Steindorf, wurden alle Häuser aus Stein und die Strassen aus Pflastersteinen gebaut. Dort scheint es, dass jeder Stadtteil wie ein Bühnenbild errichtet wurde; S. Anatolia di Narco mit seinem Kloster des Heiligen Felix wurde in der Nähe des Flusses Nera erbaut und weiterhin das Dorf Scheggino, bekannt für die Produktion von Trüffel.
Dies ist die Gegend des köstlichen schwarzen Trüffels von Norcia, der damals der Aphrodite, der Göttin der Liebe, gewidmet wurde. Zudem ist es die Gegend der „Norcineria“, der so genannten Kunst der Herstellung und Konservierung von Schweinefleisch durch die Verarbeitung zu Wurstsorten, Schinken, Salami, Schweinebauch, und Specksorten. Die Lagerung geht noch auf traditionelle Methoden zurück und wird vom kühlen und trockenen Klima favorisiert. Dies gibt den Produkten ihren reichen Geschmack und hohe Nährwerte.
Für seine Beschaffenheit hat der Schinken von Norcia die regionale Auszeichnung IGP bekommen.
Eine weitere Spezialität dieser Gegend sind die Linsen der Hochebene von Castelluccio, ebenso zur IGP gehörend, die auf engem Raum der Hochebene angebaut werden, wo Erde und Klima dem Produkt eine einzigartige Qualität an Geschmack geben. Auch die Kochzeit wird dadurch vereinfacht.
Man sollte zudem nicht den Dinkelanbau von Monteleone vergessen, der in den Bergen auf einer Höhe von bis zu 1200 m angepflanzt wird und bereits seit der Zeit der Römer in den Hochzeitsritualen zur Bestätigung des Wechsels der Frau unter die Herrschaft des Familie des Mannes gilt.
Ausgezeichnet sind zudem auch die verschiedenen Käsesorten, vom Schafskäse über salzigen Ricotta bis hin zur ganzen Käseform aus Kuhmilch. Außerdem zählt zu den einheimischen Produkten noch der Safran, dessen Herstellung erst kürzlich wieder in die Gegend von Cascia eingeführt wurde. Dadurch wurde eine antike Tradition zurückgewonnen, die bereits im Jahr 1545 Spuren in der Geschichte Cascias hinterlassen hat.
Zu guter Letzt gibt es auch noch die Forellen und Flusskrebse des Flusses Nera, wie auch verschiedene Wildsorten, Honig und einige Waldpflanzen, wie Pilze, Spargel, Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren.
Die umbrischen Weine, die von verschiedenen Schutzmarken, wie DOCG (aus kontrolliertem Anbau), DOC oder ITG ausgezeichnet wurden, sind wertvolle und exzellente gastronomische Beigabe, die auch auf internationaler Ebene bekannt sind.
Dies ist die reiche Palette an Lebensmittel, die das Valnerina Tal bieten kann. Diese laden ganzjährig mit ihrem Aroma und Geschmack zu zahlreichen Kostproben ein
Um das Valnerina Tal besser kennenlernen zu können, sollte man auch an den Traditionen und folkloristischen Veranstaltungen teilhaben.
Hier, im Valnerina Tal gibt es keine Stadt und kein Dorf, das nicht ihren Teil dazu beiträgt, das geschichtlich-folkloristische Gut beizubehalten oder die keine Veranstaltungen, wie Konzerte, Theater oder zumindest Märkte oder eine Kirmes bieten.
Januar
Am 17. Januar, dem Beginn des Karnevals, wird überall mit dem Fest des Heiligen Anton und der traditionellen Weihung der Tiere begonnen. Dies ist ein Fest, das auf ländliche Traditionen zurückgeht und besonders in Cascia mit der Ausstellung der „Pasquarelle“ ihren Höhepunkt hat. Der Karneval endet dann schließlich mit vielen Festen, Tänzen und Faschingsbällen. Dies ist die Zeit der Sinfonie- und Bandkonzerte, des Theaters und der Wiederentdeckung der alten Traditionen.
Februar
Man sollte sich auch den 14. Februar in Terni vormerken, an dem Feiern zu Ehren des Heiligen Valentin veranstaltet werden. Dort wird die Aufmerksamkeit auf Personen, Einrichtungen und Gesellschaften gelenkt, die mit Solidarität, Frieden und Liebe tätig geworden sind. Unter diesen Initiativen findet man auch die Ausstellung der Goldschmiedekunst, die sich „goldener San Valentin“ nennt.
Am letzten Februarwochenende und ersten Märzwochenende findet in Norcia die internationale Ausstellung des schwarzen Trüffels und der Produkte des Valnerina Tals statt. Hier kann man die Aromen und den Geschmack des wahren Valnerina Tals entdecken, die eine Zusammenstellung von Lebensmitteln höchster Qualität darstellt.
März
Hier beginnt der Frühling am 21 März mit den Feiern zu Ehren des Heiligen Benedikt. Ein historischen Umzug, dessen Ursprung auf Dokumente des 14 Jh. zurückgeht, bei dem die verschiedenen Stadtteile Norcias und die umliegenden Dörfer ein Fest mit Wettbewerben veranstalten und dem Heiligen große Kerzen spenden. Zu dieser Feier wird ein Umzug von hunderten Personen in mittelalterlichen Kostümen (diese stellen die antiken Ämter Norcias und die Vorstände der einzelnen zugehörigen Dörfer und Stadtteile dar) auf dem Hauptplatz durchgeführt, auf dem nachmittags verschiedenen Wettbewerbe, darunter auch das Bogenschießen ausgerichtet werden. Das Fest endet dann mit der Prozession, bei der das Relikt des Heiligen durch die Strassen getragen wird.
April
Die Riten der „heiligen Woche“ (die Woche vor Ostern) werden seit Jahrhunderten überall in Umbrien jährlich gefeiert. Im Valnerina Tal finden diese noch heute großen Anklang und hat ihren Höhepunkt in der traditionellen Prozession des toten Christus, die in der gesamten Gegend mindestens auf das Jahr 500 zurückgreifen. Sie ist mit der Bewegung der „Flagellanti“ (Gegeisselten) und der „Brüderschaften“ verbunden. Besonders eindrucksvoll ist die Prozession am Karfreitag in Norcia.
In der Nacht vom 30.April auf den 01.Mai wird aufgrund eines antiken Versöhnungsritus ein großes Fest in den Dörfern Preci, Ancarano, Campi und Norcia gefeiert. Hierbei handelt es sich um die Aufstellung des Maibaumes, eine antike heidnische Tradition, die von Generation zu Generation bis zur heutigen Zeit mit seiner Einfachheit und Tiefe bedeutender Symbole weitergegeben wurde. In den Tagen vor dem Fest wird der Baum ausgesucht, gefällt und in das Dorf gebracht. Daraufhin wird er von den Ästen und der Rinde befreit, verziert und in der Mitte des Dorfes aufgestellt, wo er für das kommende Jahr bleiben wird. Alle Abläufe dieser Tradition haben eine bestimmt Bedeutung, die die Fruchtbarkeit unterstützen sollen.
Mai
Dies ist der Monat, der der Heiligen Rita gewidmet ist und aus jahrhundertalten Traditionen mit mystischer Bedeutung hervorgeht. Die Figur der Heiligen Rita wurde immer mit der Stadt Cascia verbunden und der Ruf der Wundertäterin verbreitete sich schnell. Heute ist sie zweifellos eine der beliebtesten und bekanntesten Heiligen.
Vor der Zeremonie wird eine „novena di Santa Rita“ (neuntägige Feier für Santa Rita) veranstaltet, die den Gläubigen in den neun Tagen vor der eigentlichen Feier am 22.Mai das Privileg gewährt, in die Kappelle die Urne und die Überreste der Heiligen Rita, die dort beherbergt werden, zu betrachten. Diese sind während des übrigen Jahres nur durch Gitter sichtbar.
Diese Feier zu Ehren der „Heiligen des Unmöglichen“ stellt eine Partnerschaft zu italienischen und europäischen Städten dar, die mit der Zeremonie einen eindrucksvollen Fackelzug durchführen, der laut der Legende, den Aufmarsch im Jahr 1457 zum Tod der Heiligen Rita darstellt.
Am 22.Mai beginnt die Prozession in dem nahegelegenen Roccaporena, Geburtsort der Heiligen, und wird dann nach Cascia weitergeführt. Dort endet sie mit einem historischen Umzug, der die Lebensabschnitte der Heiligen widergibt: Tochter, Ehefrau, Mutter, Witwe, Mönchin und Heilige.
Die Festivitäten sehen auch die Auszeichnung „internationale Anerkennung der Heiligen Rita von Cascia“ vor, die an drei Frauen übergeben werden, die mit Vergebung, Frieden und Solidarität herausragten.
Juni
Im Monat Juni feiert die „fiorita di Castelluccio“ (Blütezeit von Castelluccio) den Beginn der schönen Jahreszeit, die mit den Farben und Gerüchen der Blumen die Touristen und Einheimischen verzaubert.
Dies ist der Moment, der auch die Rückkehr der Herden und Viehhüter kennzeichnet und den Anstoß zu den Feierlichkeiten gibt, die normalerweise am zweiten Sonntag im Juni stattfinden. Die Sibilliner Berge bieten hierzu ein ideales Hintergrundbild, da sie seit Jahrtausenden eines der bekanntesten Heiligtümern darstellt. Im Mittelalter haben die Ritter die Berge besucht während sie sich auf der Suche nach dem Heiligen Gral und dem ewigen Leben verirrt hatten. Hier hatte eines der größtes Orakel, Sibilla Appenninica, ihren Sitz und es wurde als Ratgeber und für Weissagungen und Vorsehungen aufgesucht. Dies sind die magischen Orte des Nationalparks der Sibilliner Berge.
Juli
Am 11. Juli warten in Norcia die Festlichkeiten zu Ehren des Heiligen Benedikt auf Sie. Für dieses Fest wird ein mittelalterlicher Umzug mit den verschiedenen Stadtteilen aufgeführt, die das mittelalterliche Leben darstellen. Dort ist es möglich, typische lokale Gerichte zu kosten. Seit einigen Jahren gehört zu diesem Fest auch der Fackelzug „Für ein Europa“, der jedes Jahr in einer anderen europäischen oder ausser-europäischen Stadt durchgeführt wird, um die Botschaft der Benediktiner zu verbreiten.
In Spoleto wird das „Festival der zwei Welten“ (Festival die due Mondi) durchgeführt. Im Jahr 1957 hat der Maestro Giancarlo Menotti diese Stadt der Herzöge für seine historische und kulturelle Veranstaltung ausgewählt, bei der ein Treffpunkt und Austausch der italienischen, amerikanischen und europäischen Kultur geboten wird. Heutzutage ist es eines der wichtigsten Festivitäten auf internationaler Ebene, die erfolgsversprechende Vorstellungen aus dem Theater-, Tanz-, Konzert- und dem Kinobereich bieten.
August
Im ganzen Valnerina Tal, gibt es im August eine Vielzahl von Initiativen, Veranstaltungen und Konzertaufführungen, von Theaterstücken über Tanz- und Dichtungsdarbietungen, bis hin zu Kongressen und Meetings.
Im Sommer verdient es das Valnerin Tal entdeckt oder wiederentdeckt zu werden, da es sich in der vollen Blüte befindet.
Die wahren Hauptdarsteller diesen intensiven Monats sind zunehmend die kleinen und großen Plätze der Dörfer, die dadurch ihrem Sinn, dem Zueinanderfinden, gerecht werden.
Im August finden überall viele Kirmes und Veranstaltungen statt, auch in den verlorensten Dörfern, wie zum Beispiel die „Kirmes der Scharlatane“ (Sagra del ciarlatano) in Cerreto di Spoleto, das an die Bewohner aus dem 16 Jh. erinnern soll, die, besser bekannt als „Scharlatane“, auf den Plätzen bestimmte Cremes und andere Medizin vertrieben und dies mit lautem Gerede verbanden.
Zudem ist noch das Festival im Nera Tal äußerst sehenswert.
All dies sind die Höhepunkte, die das Valnerina Tal und seine Umgebung in dieser Jahreszeit beleben. Zudem ist es die unermüdliche Fantasie und die erfahrungsgemäße Professionalität, die zu einmaligen Besonderheiten führen, die auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene anerkannt werden.
September – Oktober – November
Der Herbst ist eine Jahreszeit, die es erlaubt, das Valnerina Tal in seinen besonderen Einzelheiten zu entdecken. Man kann dies entweder durch das Nachempfinden der malerischen ehemaligen Zugstrecke zwischen Spoleto und Norcia, die zwischen 1926 und 1968 eine moderne und schnelle Verbindung darstellte. Dies ist die ideale Jahreszeit, um „die Stille zu hören“, zum Beispiel in einem Wald, in der Nähe eines Flusses, in einem kleinen Dorf, zwischen römischen und italischen Überresten, beim Sonnenauf- oder untergang, wenn ein Licht die Umgebung einhüllt und dieser eine intensive und unbeschreibliche Atmosphäre verleiht.
Dies können Sie entlang der benediktinischen und franziskanischen Pilgerrouten bei Norcia oder Assisi erleben.
Das Valnerin Tal ist eine Gegend, die mit Ihrer geistigen und seelischen Tiefe zur Selbstfindung einlädt.
Man kann auch in die Natur eintauchen, die sowohl die Bergrücken des Appenin krönt, wie auch in den eindrucksvollen Höhlen, in den engen Flussbetten, zwischen weitläufigen Ebenen, in dichten Wäldern und in der einmaligen Fauna und Flora wiederzufinden ist.
Es ist nicht notwendig die Berge hinaufzusteigen, um in Einklang mit der Natur zu sein: Diese Gegend ist auch der Traum vieler einfacher „Wanderer“, die die verloren geglaubte Natur , einen Atemzug klarer und gesunder Luft, aber vor allem Zeit fern von Routine und Stress suchen.
Wenige Kilometer vom Valnerina Tal entfernt, genauer gesagt in der Stadt Foligno, findet im September und Oktober die „Segni Barocchi“ statt. Dies ist eine Veranstaltung, die Musik, Theater, Film und Ausstellungen darbieten, die mit der Barockzeit oder mit darauf folgenden Kunstperioden verbunden sind, die noch einen barocken Einfluss aufweisen. Parallel zu diesem Fest werden verschiedene Festlichkeiten in Kostümen, mit Spielen und mit Fahrgeschäften organisiert.
Dezember
Viele Feuer erhellen in der Nacht zum 09. Dezember Norcia und Monteleone di Spoleto mit dem Fest „Ri Fauni“. Dies hat einen heidnischen Ursprung und wurde dann christianisiert. Heute soll es an die Überführung der Madonna von Nazareth nach Loreto am 09. Dezember 1291 erinnern.
Weihnachten und Sylvester haben natürlich auch hier eine einzigartige Atmosphäre mit seinen Krippen,
Sinfoniekonzerten, Theateraufführungen, traditionelle Tänzen und die „Pasquarelle“, weihnachtliche Volkslieder, die die Sänger entlang den Strassen von einem Haus zum nächsten singen.
Das Monumentalmuseum von Cascia sollte man besucht haben, da es jedes Jahr zahlreiche Besucher und Touristen anlockt. Auch die verschiedenen Krippen in Spoleto und die „Veranstaltung zum Jahresende“ (Eventi di fine anno), die auf den Hauptplätzen der Stadt durchgeführt werden, sind sicherlich einen Besuch wert.